Ich bin Sigi...

... die Schäferin der Streuobstwiese - so werde ich oft genannt - diesen Hut möchte ich mir aber eigentlich gar nicht aufsetzen, leidenschaftliche Hobbyschäferin trifft es eher.

 

Warum Schafe?

 

Ich gebe zu, als erstes waren die Hunde da, zwei Border Collies, Hugo und Grace. Mit beiden habe ich Hüteseminare besucht und so die faszinierende Welt des Schafe hütenden Border Collies kennen und lieben gelernt. Nun möchte so ein Border Collie aber auch regelmäßig trainiert werden und Seminare sind rar hier in Brandenburg und Umgebung. Also mussten Schafe her. Hexe, Antonia und Greta, so hießen die ersten und ich war meinem Traum vom "Leben auf dem Bauernhof" einen kleinen Schritt näher. Das ist nun mittlerweile 8 Jahre her, und Greta gibt es heute noch. 

Beim Hütetraining ist es unabdingbar, sein Gefühl für die "Sprache der Schafe" zu schulen. Je besser man weiß, wie so ein Schaf tickt, desto besser kann man seinen Hund führen.  Also musste ich lernen, Schafe zu "lesen" und ertappte mich fort an immer häufiger dabei, einfach nur so auf der Wiese rumzustehen und Schafe zu beobachten. Und so haben sie sich langsam in mein Herz geschlichen, die Schafe, sozusagen durch die Hintertür.

  

Warum Skudden?

 

Weil Heidschnucken auch "Heizschnucken" gennant werden und nix für Anfängerhunde sind und eine Freundin immer mal wieder einen Schwung weiblicher Skudden zum gemeinsamen Training mitbrachte.

 

Mit der Zeit entwickelt sich eine große Leidenschaft für die Ostpreußische Skudde, am liebsten in "bunt". Als mir 2013 mein Ralf über den Weg lief wusste ich noch nicht, welch weitreichende Entscheidung ich mit dem Kauf dieses Skuddenbockes gefällt hatte, aber eins wusste ich genau: diese Farbe find ich toll! Später bekommt diese Farbe einen Namen, nämlich wildfarben und der Name "Ralf" stiftet viel Verwirrung.

Am 2. Oktober 2017 muss ich ihn einschläfern lassen ... Harnsteine. Aber mein Interesse ist geweckt für die Muster und Farben der ursprünglichen Ostpreußischen Skudde.

Die Sache mit den Schafen wurde immer ernster und so bin ich 2011 in den Schafzuchtverband Berlin Brandenburg eingetreten. Als Neuling in der Schafhaltung erhält man hier viele wertvolle Tips und Ratschläge rund um "Das Schaf". Ich habe schon einige Veranstaltungen und Seminare besucht, z.B. zum Thema Gesundheit des Schafes oder Grünlandpflege und fühle mich in diesem Verband sehr gut unterstützt. Ich schätze seine offene Haltung gegenüber "neuem Terrain". Der SZVBB ist neben dem Schafzuchtverband NRW der einzige Verband in Deutschland, der die Skudde auch in der Farbe Grau im Herdbuch führt. Im April 2017 hat Herr Dr. Rösler 4 meiner grauen Muttertiere ins Vorbuch aufgenommen. Eines dieser Schafe und deren Zwillinge darf ich auf der BraLa 2017 präsentieren.